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Demonstration Morgen, am 8.11.2018 vor Bürgerhaus Atzbach gegen weiteren Einsatz von Glyphosat in Gemeinde Lahnau

Aufruf in Lahnau

Liebe Lahnauer,

am 8.11. stimmt die Gemeindevertreter-Versammlung über die Verwendung von Glyphosat an den gefällten Bäumen entlang des Bahndamms ab. Der Bahndamm ist ein Ort, der von Kindern seit Generationen regelmäßig als Spielort genutzt wird, ebenso von Hundebesitzern als Gassistrecke. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass Glyphosat ein gefährliches Mittel ist und nichts im Lebensraum von Mensch und Tier verloren hat.

Deshalb rufen wir dazu auf, eine friedliche Demo mit Kids vor dem Treffen der Gemeindevertreter abzuhalten, damit sie sehen, dass wir und unsere Kinder keineswegs mit der Glyphosat-Verwendung einverstanden sind.

Treffpunkt: Do., 8.11., 19.00 Uhr vor dem großen Sitzungssaal, BGH Atzbach.

Wir hoffen, dass ihr alle kommen werdet und freuen uns auf rege Unterstützung. Plakate sind vorhanden. Gerne könnt ihr Lichter, Lampions, Kerzen mitbringen.

Saskia Sonneborn-Stahl

Glyphosat an Händen spielender Kinder ? - WNZ vom 08.11.2018

Artikel in der WNZ vom 08.11.2018 zum Thema der  Demonstration am 08.11.2018 gegen weiteren Einsatz von Glyphosat entlang der Bahnstrecke Lahnau-Dorlar im Zuge der dortigen Pflegemaßnahme der LPG Gießen und Gemeinde Lahnau

Zeitungsartikel WNZ - BI setzt sich gegen Glyphosateinsatz in Lahnau ein
Glyphosat an Fingern spielender Kinder_W
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Artikel im Gießener Anzeiger vom 07.11.2018 zum Thema der  Demonstration am 08.11.2018 gegen weiteren Einsatz von Glyphosat entlang der Bahnstrecke Lahnau-Dorlar im Zuge der dortigen Pflegemaßnahme der LPG Gießen und Gemeinde Lahnau

Zeitungsartikel GA - Bürgerinitiative "Schützt die Lahnaue" kritisiert Einsatz von Glyphosat
Bürgerinitiative _Schützt die Lahnaue_ k
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Abholzung von Robinien entlang der Bahntrasse bei Dorlar. Meinung der BI dazu.....

Fragwürdige Pflegemaßnahme in der Kritik

 

Mit dem „red dot“ – Award werden normalerweise Sieger von Design-Wettbewerben ausgezeichnet, doch in Lahnau sind es rund 90 Verlierer, die mit dem roten Punkt als Kainsmal der Todgeweihten gekennzeichnet wurden.
Rund 90 Robinien, die im Lahnauer Ortsteil Dorlar seit über hundert Jahren entlang der ehemaligen Bahnstrecke Wetzlar-Lollar und dem parallel dazu verlaufenden Dammweg wachsen, steht die Rodung bevor.
Robinien, eine Unterart von Akazien, sind während ihrer Blütezeit nicht nur eine hervorragende Bienenweide, sondern auch eine Baumart mit geringem Wasserbedarf. Trockenperioden - wie in diesem Sommer - überstehen sie im Gegensatz zu anderen Laubbäumen in der Regel schadlos. Aufgrund ihres weitverzweigten Wurzelwerkes sind Robinien prädestiniert um aufgeschüttete Dämme und Hänge zu sichern.  Beim  Bau  von  Bahnlinien wurde bereits im 19. Jahrhundert durch italienische Gastarbeiter diese Baumart, die in  ihrer Heimat ursprünglich war, eingesetzt. Auch im Dorlarer Forst, das bestätigte Forstamtsleiter Dersch (Hessenforst) wurde vor einigen Jahren eine Fläche mit Robinien gepflanzt.

Ein Widerspruch ?

Im Dorlarer Forst wurden sie geplanzt, gelten dort offensichtlich nicht als ortsuntypisch, aber an der Bahntrasse werden sie unter anderem mit der Begründung, diese Baumart sei  ortsuntypisch, gerodet.

Robinien gelten auch nach der Fällung als „beinahe unkaputtbar“ und treiben immer wieder aus. Um dies zu verhindern lässt die Gemeinde Lahnau die Baumstümpfe mehrfach und über einen langen Zeitraum mit dem glyphosathaltigen Pflanzenvernichtungsmittel „Round up“ behandeln.

Die gesamte Bahntrasse ist als GSB (geschützter Landschafts Bestandteil) ausgewiesen, doch die Maßnahme der Rodung und Glyphosatbehandlung ist Bestandteil einer 2012 beschlossenen „Pflegmaßnahme“  welche unter der Leitung der LPV Gießen (Landschaftspflegevereinigung) durchgeführt wird. Ungeachtet aller Kritik und ohne die vorher bereits bearbeiteten Abschnitte auf Erfolg oder Misserfolg zu überprüfen, sind weitere Maßnahmen vorgesehen.

 

 

Ø  Lesen Sie hierzu  im Folgenden die Kritik und die Einwände von „Schützt die Lahnaue“  

BI zum Thema Rodung der Robinien
Rodung Robinien Bahntrasse.pdf
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Antwortschreiben der Gemeinde
Schreiben von Gemeinde zu Robinien.pdf
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Unser Schreiben zum Robinienfällen an Bürgermeisterin Lahnau
Schreiben von W. Hill an BMin Robinien.p
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Eine gute Sache, wie wir finden - Nistkästenbau für die Vogelwelt in der Lahnaue - initiiert durch die BI 

Damit aus einer Geschichte eine richtig gute Geschichte wird, braucht sie die passenden Zutaten ... das dachte sich auch "Schützt die Lahnaue e.V." und initiierte mit Kindern, die aus schwierigen Verhältnissen kommen und bei einer Pflegefamilie im betreuten Wohnen leben, sowie mit Kindern die das JUZ (Jugendzentrum Alter Bahnhof Lahnau) besuchen, die Aktion " Nistkästen bauen".

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zutaten für diese gute Geschichte sind :

 

- die Bausätze für die Nistkästen wurden in einer Werkstatt für Menschen mit     Behinderung gefertigt,

 

- gespendet wurden sie auf sehr unbürokratische Weise von der

   NABU-Ortsgruppe  Lahnau

 

- und den Zusammenbau mit den Kinder im Jugendzentrum

   ermöglichte die zuständige Beauftragte für Jugendpflege.

 

"Schützt die Lahnaue e.V."  bedankt sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung.

Mitgliederveranstaltung: BI besuchte den Solidarischen Landwirtschaft Sonnenhof in Braunfels-Neukirchen am 20.10.2018 zum Erntedankfest des Bioland-Hofes

Matthias Zinke ("Besitzer" des SoLaWi Sonnenhofes - links im Bild mit brauner Hose und lila Pullover) erklärt enthusiastisch den  SoLaWi-Sonnenhof vor Ort den vielen Besuchern am Erntedankfest des Sonnenhofes am "Historischen Gehöft" in Braunfels-Neukirchen.

Pressemitteilung zum Besuch des Sonnenhofs am 20.10.2018  (Braunfels/Neukirchen) - Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) mehr als nur ein Zeittrend

„Der Besuch des Sonnenhofes als „Solidarische Landwirtschaft“ (SoLaWi) in Braunfels/Neukirchen geführt, ist mehr als nur ein Zeittrend“, so der 1.Vorsitzende der Bürgerinitiative „Schützt die Lahnaue“ Wolfgang Hill zusammen fassend.

„Gesund, gemeinsam und regional landwirtschaftlich wirtschaften“ lautet der Ansatz.

Privatpersonen kaufen Anteile mit einem monatlichen Betrag (Betrag je nach Geldbeutel frei wählbar) und legen im Februar als Jahresplanung Näheres fest. Damit werden die Kosten des landwirtschaftlichen Betriebs getragen.

Die Mitglieder bekommen übers Jahr ihren Anteil an frischen Produkten, die nicht über teilweise Hunderte von Kilometern herangekarrt werden müssen. Die Ernteerträge werden geteilt, die je nach Saison und auch Jahr teilweise unterschiedlich ausfallen.

Es kommt einem Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft gleich. Jeder Kunde ist im Prinzip Mitlandwirt, so das Geschäftsmodell von Matthias Zinke, Geschäftsführer des Sonnenhofes, umfangreich erläutert.

Eine Führung auf den Anbauflächen zeigt die Vielfältigkeit und den natürlichen Reichtum gegenüber Monokulturen.

Der hohe Grad an Idealismus und Enthusiasmus der Akteure waren auf dem Hof an allen Ecken spürbar.

Mit viel Liebe und Mühe wurden zu dem traditionellen Erntedankfest an diesem Tag die Früchte und Produkte des Sonnenhofes stolz präsentiert und das alles ohne Einsatz von Pestiziden erzeugt.

Eine lebhafte Diskussion über die Möglichkeiten auch für die „traditionelle Landwirtschaft“ sollte das Salz in der Suppe sein und trübte keinesfalls den herrlichen, warmen Herbsttag.

Viele Anregungen wurden nun mit in die Lahnaue genommen, die es zu verarbeiten gilt.

Es soll ausgelotet werden, wie solche Modelle auch in der Lahnaue tragbar und umsetzbar sind bzw. unterstützt werden können.

Weitere Bilder von der Begehung des Sonnenhofes auf der Homepage der BI unter www.schuetztdielahnaue.jimdo.com“

Pressemitteilung BI besucht SoLaWi
Pressemitteilung zum Sonnenhofbesuch am
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Öffnung Bahndamm bzw. Abriss der ehemaligen Bahnbrücke in Dorlar

Pressemitteilung der Bürgerinitiative zum Thema:

 

Öffnung Bahndamm bzw. Abriss der ehemaligen Bahnbrücke in Dorlar

 

Nach rund 140 Jahren ist die 1877/78 erbaute und  im Volksmund  als „eiserne Brücke“ bekannte Eisenbahnbrücke bei Dorlar vom Abriss bedroht. Sie ist Teil der ehemaligen Bahnstrecke Wetzlar – Lollar, auch historisch als „Kanonenbahn“ bezeichnet.

 

Die Bahntrasse sowie die Brücke sind mittlerweile Eigentum der Gemeinde Lahnau  und genau diese beschäftigt sich nun in einem „Eilverfahren“ mit dem möglichen Abriss. Grund dafür ist eine Lücke im Bahndamm, aktuell geschaffen, um eine Zufahrtsmöglichkeit für schwere Baustellenfahrzeuge zur derzeitigen Brückenbaustelle, der den Bahndamm querenden Autobahnbrücke (A45) zu ermöglichen. 

 

Beschlossen wurde vor Öffnung des Bahndamms damals, dass nach Beendigung der Bauarbeiten, genau diese Lücke von Hessenmobil wieder geschlossen und dafür das entnommene Material eingelagert und als Original wiederverwendet wird.

 

Mittlerweile wollen aber in der Lahnauer Gemeindevertretung SPD und CDU,  anstatt der Wiederherstellung der Bahntrasse und damit wieder den Anschluss bzw. Verbund zu der Brücke, die vorhandene Öffnung belassen, um u.a. einen „schnellen Radweg“ anzulegen und für die Landwirte eine leichtere Erreichbarkeit ihrer Äcker zu schaffen.

 

Was solche Überlegungen mit der Brücke zu tun haben, bleibt nicht nachvollziehbar!

 

Es ist die unverständliche Forderung der Naturschutzverbände, die, falls die mehrheitliche Entscheidung für die Offenhaltung der Bahntrasse fällt, ihre Zustimmung zu dieser Entscheidung nur geben würden, wenn gleichzeitig die alte Stahlbrücke über die Lahn abgerissen wird.

 

Für diesen unbegreiflichen Zusammenhang gibt es von Seiten derer, die den Abriss respektive die Offenhaltung fordern, keine plausible Erklärung.

 

Die Bahntrasse ist im Gesamten als „Geschützter Landschaftsbereich“ (GLB) ausgewiesen  und  GLBs sind gemäß § 29 Abs. 1 BNatSchG "rechtsverbindlich festgesetzte Teile von Natur und Landschaft, deren besonderer Schutz erforderlich ist“.

 

Die Brücke als Bindeglied zu dem auf  Garbenheimer Seite befindlichen Naturschutzgebiet Würzberg und dem geschützten Landschaftsbestandteil Bahntrasse auf Lahnauer Seite, dient u.a. dem biologischen Austausch sowie der Querung für Tiere und ist damit als ein unverzichtbares Glied in der Biotopvernetzung zu betrachten.  Abgesehen von dieser Tatsache ist die Brücke  ein orts- und landschaftsprägendes historisches Kulturgut, das, wie die beiden auf dieser ehemaligen Bahnstrecke befindlichen Viadukte,  Dank des Widerstandes aus der Bevölkerung bereits gerettet, als Industriedenkmal im Sinne eines Ensembleschutzes erhalten werden muss.

 

Die kursierende Aussage, von Garbenheimer Seite gäbe es Verfechter für den Abriss, ist schlichtweg falsch. Waldemar Droß (Ortsvorsteher von Garbenheim) bestätigte dem Vorsitzenden der BI  „Schützt die Lahnaue“, Wolfgang Hill, er könne sich gut damit anfreunden, wenn Brücke und Bahndamm erhalten blieben. Auch wäre aus Naturschutzgesichtspunkten nichts einzuwenden, wenn die Brücke als Fuß- bzw. Radweg Verwendung finden würde. Zur Schonung des Naturschutzgebietes auf  Garbenheimer Seite sollte der Abgang allerdings auf Naunheimer Seite vorgesehen werden. Bereits 2015 befürwortete während einer Besichtigung der Brücke ein NABU-Vertreter aus Naunheim die Ansicht, die Brücke zur Querung der Lahn für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

Einen weiteren Radweg zu schaffen ist für nur wenige 100m nichts  anderes als ein Bypass. Der bestehende, an der Lahn entlangführende Radweg (R7), würde unmittelbar hinter dem Durchstich auf den neugeschaffenen treffen. Auch würden im Ortsbereich Dorlar neuralgische Gefahrenpunkte entstehen, die durch zwangsläufig erforderliches  Abbiegen und Queren der Zufahrtsstraße zum Bootsanleger Dorlar, vorprogrammiert sind.

 

Die Schaffung einer Zufahrt für Landwirte ist ebenso kein belastbares Argument, welches die Zerstörung einer durchgehenden Vernetzung und die weitgehende ökologische Entwertung des Bereichs, rechtfertigen würde. Mehr als 100 Jahre erreichten die Bauern ihre Felder ohne je die Forderung einer Veränderung der Zufahrtsmöglichkeiten gestellt zu haben.

 

Diese Argumente und die Tatsache, dass im Verlauf der Trasse der ehem. Bahnstrecke Wetzlar-Lollar noch alle anderen Stahlbrücken (bei Krofdorf  bzw. Lollar) und Viadukte erhalten wurden, unterstreichen die unbedingte Forderung:  Wiederherstellung der ursprünglichen Bahntrasse und Erhalt der Bahnbrücke.

 

 

 

  Freundliche Grüße

 

 

Wolfgang Hill, 1. Vorsitzender

 

Pressemitteilung der BI zum Thema Abriss Erhalt Bahnbrücke im PDF-Format
Bahndamm und Bahnbrücke Dorlar1.pdf
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Hochwasser im Januar 2018

Noch jüngst im Herbst wies Professor Dr. Kuntz immer wieder auf die Wichtigkeit der Lahnaue als Ausgleichsbecken bei Hochwasser hin, was jede Verbauung und Vermarktung der Lahnaue verbiete. Das letzte Hochwasser hat er nicht mehr erlebt als Bestätigung für seine Warnung. 

Im Folgenden sieht man die Wichtigkeit des "natürlichen Auffangbeckens"  Lahnaue in Bildern.